Rathangan am GC, Barrow Line

Rathangan am GC, Barrow Line

Rathangan am GC, Barrow Line, Ireland

Rathangan am GC, Barrow Line, Ireland
Rathangan am GC, Barrow Line, Ireland

Dienstag, 26. März 2019

Wie ist eigentlich ein Hausbooturlaub, was sind Ferien auf dem Wasser?

Wie ist eigentlich ein Hausbooturlaub, was sind Ferien auf dem Wasser?

Wer mit dem Hausboot unterwegs sein will, braucht vor allem eine wichtige Voraussetzung, nämlich Freude daran, sich selbst zu beschäftigen. Wer also auf den Animateur eines Clubs angewiesen ist, um zu wissen, was er mit seiner Freizeit tun soll, der ist auf einem Hausboot schlecht aufgehoben. Man gestaltet seinen Tagesablauf selbst, also ganz nach eigenen Wünschen und Vorstellungen. Die Einen pilgern von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, die Anderen betrachten lieber selbige von einem Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite aus. Womit schon einer der wichtigsten Punkte angesprochen ist, innerhalb einer Bootsbesatzung gibt es unterschiedliche Interessen, man tut gut daran, bereits vor dem Bootstörn zu vereinbaren, daß jedem Mitglied ausreichend Handlungsspielraum zugestanden wird, ohne daß gleich die ganze Mannschaft mitmachen muß („Bitte nicht schon wieder ein Schloss.....“).
Hausbooturlaub sind Ferien, bei denen man mit Land und Leuten unter ganz neuen Aspekten in Berührung kommt. Man hat nicht nur ein „schwimmendes Schneckenhaus“ mit allem Komfort  dabei, sondern auch gleich eine Freizeitbeschäftigung, das Fahren, Navigieren, Orientieren eben. Denn steuern kann praktisch jeder, selbst Kinder, allerdings unter Aufsicht. Das Steuern nach der Karte macht auch Kindern Spaß, werden sie doch dabei zu Pfadfindern.
Während die Einen sich durch unterschiedliche Beschäftigungen an Bord (Steuern, Navigieren, Schleusen, Deck schruppen, kochen.....) die Zeit vertreiben, legen sich die anderen in die Sonne und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein und genießen die Landschaft.
Wer gerne auf „Entdeckungsreise“ geht, für den eröffnet sich ein sehr reiches Betätigungsfeld. Dörfer  und Städte entlang der Waterways wollen natürlich erkundet werden, Wälder und Wiesen laden zum Wandern oder Lagerfeuer oder Erkunden ein. Gar nicht zu reden von der Kultur der Region, die Sie hautnah kennenlernen und miterleben können. Auch die Restaurants der Region haben einiges zu bieten.
Beim Hausboottörn ist man Kapitän, Hilfsmatrose, Koch, Abwäscher oder auch IO und Steuermann oder Putzgeist in einer Person, falls man die Funktionen nicht gleichmäßig  in der Mannschaft verteilt. Für jeden findet sich eine Beschäftigung oder ein ruhiger Platz zum Entschleunigen.
Und schließlich muss man sich mit dem Hausboot und dem Umland aktiv auseinandersetzen, anders als bei Club-Urlaubern, muß man alle Entscheidungen selbst treffen und sich schon mal mit diesem oder jenem "Problem" auseinandersetzen oder lösen. Hausbooturlaub ist schließlich schon eine Abenteuer ? Oder?
Oft hört man: „Das war der schönste Urlaub, den wir je hatten!“ Kein Wunder, ist doch für jeden genau das dabei, was er selbst daraus macht. Mit dem Hausboot haben Sie nämlich alle erdenklichen Gestaltungsmöglichkeiten für einen Urlaub genau nach Ihrem Geschmack nach Gusto und Laune und haben eben alles selbst in der Hand und mehr Komfort als in einem Caravan, eigentlich ist es ein schwimmendes Hotelzimmer.
Wer einmal ein Frühstück an einer einsamen Stelle des Wasserweges erlebt hat und vollkommen allein mit der Natur war, wird dies niemals mehr vergessen. Solche Stellen können Sie sonst nicht erreichen, mit dem Auto schon gar nicht.
Bankmooring, also das Anlegen am weichen steilen Wiesenufer, gehört wohl zu den schönsten Möglichkeiten und Erlebnissen bei einem Hausbooturlaub, abends kommen dann auch die Tiere heraus und haben keine Angst mehr vor dem Boot und führen ihren Kindergarten vor. Bedenken Sie auch, dass Sie mit den riesigen Tanks für Frischwasser und Fäkalien autark sind und große Vorteile gegenüber einem Motorhome oder Caravan haben. Selbst mehrere Duschen sind vorhanden und natürlich ein richtiges WC oder meist mehrere?
Final möchte ich aber noch festhalten, dass eine gute Vorbereitung auf einen Hausbooturlaub unerlässlich ist, zumindest mit maritimer Literatur!
Noch ein paar technische Anmerkungen zum Thema Hausboot:
Man liest oft vom "Gashebel" und vom "Gas" geben, aber Dieselmotoren haben keinen Vergaser, sondern nur eine Förderpumpe zu den Einspritzdüsen.
Deshalb heißt dieser Hebel fachmännisch auch „Einhebelschaltung“ oder „Singl Lever Control“ und man gibt nicht Gas, sonder kuppelt das Getriebe ein und erhöht, regelt  die Fördermenge des Kraftstoffes, wenn man diesen Hebel nach Vorne schiebt. Mit dieser Einhebelschaltung kann man also primär das Getriebe auf Vor – oder Zurück schalten und sekundär gleichzeitig die Geschwindigkeit durch die Fördermenge des Kraftstoffes steuern bzw. verändern.
Es gibt nun auch Hausboote mit Außenbordern die mit Viertaktmotoren ausgerüstet sind, aber die gleiche Einhebelschaltung haben. Zusätzlich haben diese auch noch einen Notstopp (Lanyard).
Es soll noch vermerkt werden, dass die Maschinen gedrosselt sind, damit sie eine ökonomische Lebensdauer haben, dies hat aber keinen Einfluß auf die Geschwindigkeit, die ist durch die Rumpfform eines Verdrängers gegeben mit der maximal 6 Knoten (ca. 12 kmh) zu erreichen sind. Auf dem Wasser reichen also 45 KW (62PS) oder noch weniger vollkommen aus, da man auf dem Wasser nicht so viel Energie benötigt. Auch bei Wind und Wellen muss man den Fahrstil anpassen, also "zu schwache" Motoren sind ein Ammenmärchen.
Noch ein wichtiger Hinweis zum Heizen:
Es gibt Literatur die empfiehlt ein Heizen mit dem Gasherd, einfach alle Kochstellen aufdrehen. Machen Sie das auf keinen Fall, dies ist sehr gefährlich. Heizen Sie nur mit der an Bord befindlichen Heizung. Am besten funktioniert natürlich eine Warmwasserheizung wie auf der Kormoran.
Im "Masuren Waterway Guide" lesen Sie noch mehr darüber, auch über die Geschwindigkeit.

Literatur:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hausboot                   
https://de.wikipedia.org/wiki/Hausbooturlaub
https://de.wikipedia.org/wiki/Sa%C3%B4ne
https://www.hansenautic.de/masuren-waterway-guide.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Masurische_Seenplatte

Anmerkung:
Von den Großen Masurischen Seen, kann man nur über die Pisa im Süden eventuell zur Ostsee gelangen, sofern man einen sehr geringen Tiefgang hat, dies wird bei WIKI immer wieder falsch dargestellt.
Im Norden gibt es keine Verbindung da der Große Masurische Kanal nie fertiggestellt wurde.
Dazu mehr im Masuren Waterway Guide.
https://de.wikipedia.org/wiki/Marina_(Hafen)




Dienstag, 20. Juni 2017

Wasserstand (Karte 8a) am Lötzener Kanal

Wasserstand (Karte 8a)

Wie Sie aus dem Bild ersehen, ist der Wasserstand so weit gesunken, dass man wieder am Kanalufer anlegen kann und die Umrandung sieht. Wie am Bild gezeigt, ist zwar das Anlegen auf der Ostseite nicht erlaubt, aber so wird es eben in Polen gemacht? Nicht nachmachen, nur am Westufer anlegen. Dort befinden sich auch Poller zum Festmachen.
Am Bild, gegenüber bei dem kleinen Häuschen befindet sich der berühmte Pegel (Guide Seite 12).

https://forum.mazury.info.pl/download.php?id=28713

Anmerkung:
Achten Sie auf die Ausflugsschiffe (Dampfer) und Segler die haben immer Vorfahrt!!!!

Montag, 19. Juni 2017

Schleusen (Sluza, Lock) am Masuren Waterway

Schleusen (Sluza) am Masuren Waterway

Zunächst die gute Nachricht, es gibt nur zwei Schleusen und die liegen alle im Süden und müssen nicht unbedingt durchfahren werden. Die Prozedur ist aber einfach und im Guide ausführlich beschrieben. Ist aber gerade für Kinder sehr interessant. An den blauen Tafeln am Schleuseneingang kann man die aktuellen Tarife und Schleusenzeiten ablesen. Dies hier ist auch ein Update zur Seite 40 (Fußnote 33) des Guide. Die Location der Schleusen sind sehr hübsch und pittoresk, sollte man schon besuchen. In Karwik kann man mit Zustimmung des Lockkeepers auch übernachten.
Der Niedersee hat den höchsten und der Roschsee den niedrigsten Level.
Schleuse Guschienen (Guzianka) (Karte 25a)
Diese Schleuse senkt den Level vom Guschienensee/Niedersee zum Beldahnsee um 1,7 Meter ab.
Zuerst auf das Bild klicken, dann rechts unten auf den Pfeil < >
Schleuse Karwik (Karte 21a)
Diese Schleuse senkt den Level vom Sextersee über den Wagenauer Kanal zum Roschsee um 1,3 Meter ab

Welches Hausbootrevier, nach Ländern, Revieren, Regionen soll ich für Bootsferien Hausbooturlaub nun wählen?

Welches Hausbootrevier, nach Ländern,  Revieren, Regionen soll ich für Bootsferien Hausbooturlaub nun wählen?

Obwohl die Norfolk Broads als die Wiege der Charterboote oder Pleasureboats galten, war der Shannon in den 1970er das Hausbootrevier schlechthin.
Mittlerweile haben aber auch andere Hausbootreviere längst nachgezogen und der Shannon hat wegen des wilden Baumbooms und den schlampigen Umweltbedingungen an Attraktivität etwas eingebüßt zumal auch die Werbung und die Subventionen nicht mehr so üppig fließen. Im Übrigen ist es dort teuer geworden, man will auch kein Rucksacktouristen Eldorado mehr sein.
Deshalb ist es nicht verkehrt, wenn sich nun die Hausbootskipper anderen Revieren zuwenden.
Hausbooturlaub ist deshalb so schön weil man auf den revitalisierten Wasserwegen die Landschaft und Ortschaften, Städte viel intensiver erleben kann. Die Waterways waren ja früher die Verkehrswege schlechthin.
Subjektive aktuelle Revierübersicht für Hausboote

Revier
Beschreibung
Beurteilung
Bemerkung
Irland
Ursprüngliches Hausbootrevier
Wegen Bebauung und wenig Umweltschutz etwas in Ungnade gefallen
Sehr teuer in der Lebenshaltung
Frankreich
Die geraden Kanäle sind sehr einfach zu befahren aber immer geradeaus fahren ist nicht jedermanns Sache
Gutes Wetter, gutes Essen, guter Wein, schöne Landschaft
Boote nicht immer auf dem komfortabelsten Stand

Meck Pom
Sehr schönes Hausbootrevier
Wunderbare Natur, Seen und Kanäle
Anlegegebühren
Florida
St. Johns River
Urlaub wie am Amazonas
Preiswert
Masuren
Seen, Kanäle nur zwei Schleusen, herrliche Landschaft
Z, Zt. Schönstes Hausbootrevier
Bestes Preis-Leistungsverhältnis, gute Infrastruktur, sehr sauber
England
River Themse
Englische Kanäle
Viele Schleusen, herrliches Panorama, meist alte  aber  sehr gepflegte Boote
Entspricht unserem Preisniveau, gute Pubs und Inns entlang der Waterways

Obwohl wir in unseren „Waterway Guides“ eigentlich alle Tipps und praktische Hinweise  dokumentiert haben, wollen wir Ihnen das Hausboot ABC von Le Boat ® nicht vorenthalten.
Sollten Sie noch einen Bootsvermieter oder ein Reisebüro/Agenten suchen dann bieten wir Ihnen hier auch eine subjektive Auswahl:
Es gibt zwar noch ein sehr kommerzielles Forum, das seinen Fokus auf die Kundenakquise ausgerichtet hat aber bei folgender Website erhalten Sie neutrale Informationen:
http://www.wasserwege.net

Hier wollen wir Ihnen  noch ein besonders günstiges einmaliges Hausbootangebot machen, falls Sie sich ein Boot bei Kuhnle-Tours ausgesucht haben. Reviere in Deutschland und Frankreich. Und  Polen.
Wenn Sie Boot und Termine hier per E-Mail anfragen, erhalten Sie ein besonders günstiges  Angebot, bitte aber nur seriöse Anfragen:

iws(at)wasserwege.net


Dienstag, 24. Januar 2017

Narrowboats

Narrowboats (und die boatmen)

Das sind Hausboote die nur maximal 7’ (7' = 2,13 Meter) breit sein dürfen, also einen schmalen Beam haben. Ehemalige Lastbargen. Auf den meisten englischen Kanälen kann man nur mit Narrowboats fahren, da auch die Schleusen  und Brücken entsprechend dimensioniert sind. Es gibt auch noch wide beam boats, die sind etwas breiter, siehe unten. In Irland wäre es auch möglich mit normalen Cruisern auf dem Grand Canal oder River Barrow zu fahren, ist aber nicht empfehlenswert. Diese Narrowboats werden mit einem Tiller gesteuert, also nicht mit einem Steuerrad. Diese Boote sind meist sehr gemütlich eingerichtet und haben als Heizung meist einen Holzofen. Anlegen kann man damit fast überall wo es das Ufer zulässt. Festgemacht wird mit „Stakes“, das sind lange Eisenpfähle die mit einem Hammer in die Wiese getrieben werden. Narrowboats können natürlich auch auf den Flüssen fahren, dies erfordert aber große Erfahrung, da sie aufgrund ihrer Länge der Strömung sehr ausgesetzt sind.
Grundsatz: Bevor man ein Revier befahren will, muss man die Dimensionen des Waterways, Brücken, Schleusen, mit denen des Bootes abgleichen, dies ist immer Aufgabe des Skippers.
Grundlagen

Sonntag, 22. Januar 2017

Hausboot, was ist das?

Hausboot, was ist das?

Heute wird schon fast alles was auch schwimmen kann als Hausboot bezeichnet.
Wir verstehen unter Hausboot, einen Kabinenkreuzer der für Binnengewässer ausreichend motorisiert ist, also sich also selbst bewegen kann.
Die Hausboote die wir meinen, sind komplett ausgestattet, so wie eine Ferienwohnung mit Dusche, WC, Pantry und ist auf Binnengewässern seetüchtig mit einem Zertifikat für eine „C“ Seetauglichkeit. Der Antrieb erfolgt mit einem ökonomischen Innenbordermaschine bis so um die 60 PS. Manche haben auch etwas mehr Power, aber außer mehr Treibstoffverbrauch bringt dies eigentlich nicht mehr. Das Märchen von zu wenig Power brauchen Sie nicht glauben, denn auch bei Wind und Wellen, muss sich das Boot den Wellen anpassen. Wenn Sie also nicht in ausgesprochnen Strömungsgewässern unterwegs sind reicht die normale Motorisierung vollkommen aus.
Es gibt Yachten, Narrowboats, Pleasureboats, Penichettes ®, Bargen, Hollandbargen, Cabin Cruiser, American Houseboats, die mittlerweile alle als Hausboote bezeichnet werden. Für Hausbooturlaub, Bootsferien werden also immer diese Hausboote angepriesen.
Bei den Cruisern, der häufigsten Art von Hausbooten für Bootsurlaub, gibt es diese Typen:
Sedan, Cabrio, Flybridge, SemiFly, Waterbus oder Central wheelhouse Saloon Cruiser, Hafenbarkasse. Mittlerweile gibt es auch bei den Segelyachten schon ziemlich komfortable Typen, nicht mehr mit Außenborder sondern auch mit Innebordmaschine, diese  Boote sind aber mehr für sportliche Leute und sind nicht so komfortabel wie Hausboote, die auch für rüstige Senioren sehr zu empfehlen sind.
Welches Hausboot für welches Revier das richtige ist, muss immer individuell entschieden werden. Sind Kinder an Bord, wird ein Waterbus sicher sinnvoll sein, da dann alles auf einer Ebene ist und niemand an Deck herumturnen kann. Müssen viele Schleusen bewältigt werden, wird man ein Boot wählen, von dem man gut an die Poller der Schleuse herankommt also ein SemiFly.
Daneben gibt es Wohnboote, Wohnschiffe, Schwimmende Häuser,  die am Ufer fest verankert sind und über keinen eignen Antrieb verfügen, diese Hausboote meinen wir also nicht.
Tipp:
Suchen Sie das Hausboot nicht nach dem Äußeren aus, sondern nach dem Innenleben und der Wohnlichkeit. Lassen Sie immer den Damen das letzte Wort.